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Unser Held des Hundes 2019

Lucy ist wieder da.

Lucy ist wieder da

Lucy war schon oft in unserer HundeHerberge mit Familienanschluss Gasthund.

Sie lief immer frei in jeder Hunderunde mit ihren Herbergskolleginnen mit.

An einem Tag im Dezember erschrak sie sich vor den wilden Fluten eines Baches und lief weg. Alle Versuche, sie wiedereinzufangen, auch mit der Hilfe von anderen Hundebesitzern in der Nähe, scheiterten. Sie lief immer tiefer in den Wald, der bald um 17:00 Uhr sehr finster wurde.

Auch die Suche mit dem herbeigerufenen Frauchen, die stundenlang mit uns im Wald nach ihr rief, verlief ohne Erfolg. Da war nur noch die Hoffnung, dass sie gefunden und wieder abgegeben würde.

Am nächsten Morgen, ein Aufruf in Facebook war schon gepostet, meldete sich die Polizei 

und brachte Lucy zurück in unsere Obhut.

Die Heldengeschichte, die wir dann von der Polizei und anschließend vom Finder selbst erfuhren, ließ uns den Atem stocken.

Lucy war an die nahe Autobahn gelaufen (trotz Schallschutzwänden hatte sie offenbar eine Lücke gefunden) und befand sich gegen 5 Uhr morgens hinter einer Leitplanke und kauerte dort im Gras.

Ein LKW-Fahrer sah sie im Vorbeifahren dort (im Dunkeln!) und fuhr an der nächsten Abfahrt von der Autobahn und dann wieder zurück an die Stelle (was für ein Aufwand!) und fuhr an der selben Stelle langsam noch mal vorbei, sah sie aber nicht mehr. Dann wiederholte er die Ab- und Neuauffahrt und stoppte an der Stelle (gefährlich für ihn selbst) und kletterte über die Leitplanke, sah sie im Gras kauern und lockte sie mit einer Frikadelle aus seinem Abendessen. Lucy nahm sie sogar an und ließ sich dann von ihm am Geschirr packen und in den LKW holen.

Der Fahrer fuhr auf den nächsten Rastplatz und informierte die Polizei, die dann über die Steuermarke an die Besitzerin geriet, die wiederum uns informierte. Die Polizisten brachten Lucy um ca. 8 Uhr morgens zu uns zurück.

Glück war, dass das Taxi der Besitzerin zur Abholung in den Urlaub bereits vor der Türe gewartet hatte, als die Polizei Frauchen anrief. Wäre das Taxi schon abgefahren, hätte die Polizei die Besitzerin nicht mehr erreichen können (weil nur deren Festnetznummer bekannt war) und Lucy wäre wahrscheinlich erst mal im Tierheim gelandet.

Der LKW-Fahrer ist für uns ein wirklicher Held. Er hatte Mitleid, weil er dachte, Lucy sei vielleicht ausgesetzt worden. Auch hatte er die Befürchtung gehabt, wenn die Polizei Lucy zu einem Besitzer zurückbrächte, der sie ausgesetzt haben könnte, wäre das ein Fehler. Er hatte also nicht nur Mitleid, sondern war auch besorgt um das Wohl von Lucy.

Warum gibt es nicht mehr solcher Menschen?

Für uns war das Ganze wie ein Wunder! Danke LKW-Fahrer, du bist für uns der Größte!