Mickey nimmt das GassiKönig-Motto sehr genau!



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Hundeverhalten in Feriendomizilen

Hunde sind sehr soziale Wesen, ähnlich wie der Mensch, mit dem Unterschied, dass es beim Hund eine hierarchische Rangfolge im Rudel gibt. Dies rührt daher, dass der Vorfahr des Hundes, der Wolf, diese Struktur zum Überleben des Rudels unabdingbar benötigt(e). Fällt ein Rudelmitglied aus dem Rudelrahmen als "Omegatier" ("letztes Rad am Wagen") heraus, wird es verstoßen, da es das Überleben der anderen gefährdet. Der Mensch hat gelernt, diese Hierarchien zu überwinden, zumindest theoretisch und als politisch korrekte Forderung. In Wahrheit ähnelt das Verhalten des Menschen oft dem eines Wolfrudels, aber dies ist ein anderes Thema. 

Viele Hundehalter verbringen ihre Urlaube ohne Hund und geben ihre Lieblinge in die Obhut irgendeiner Einrichtung. 

Nun könnte man annehmen, dass der Hund dort in eine bereits bestehende "Rudelstruktur" hineinkommt und sich versucht fühlt, sich direkt und ohne Umschweife zu behaupten.

Dies ist nach unserer Erfahrung jedoch mitnichten der Fall. Das Interessante ist, dass sich in der Regel der Hund nun, bar jeglicher gewohnter heimischen Struktur und seiner häuslichen "Dominanz- bzw. Aufpassfunktionen" entledigt, vollkommen unbedarft und sozusagen auf Null gesetzt, neu orientiert, sich diesem neuen Rudel anpasst und dort einfügt.

 Unsere Erfahrung bezieht sich hierbei allerdings auf überschaubare Einheiten, also im Höchstfall 4-5 Hunde zur gleichen Zeit.

 In nahezu 100 % der Fälle gibt es weder Aggression, noch Rangkämpfe, noch andere schwierige Situationen. Die Hunde fügen sich mit höchstem Sozialverhalten in die neue Situation ein und arrangieren sich mit dem vorgefundenen Status Quo des Rudels.

 Die einzige Prämisse bei unserer Beobachtung ist allerdings die, dass wir als Hundebetreuer mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in diesem speziellen Bereich, die entsprechende Sicherheit und Regelkompetenz zeigen, die den Hund entlastet. Er zeigt sich relativ entspannt,  seiner häuslichen "Aufgaben" entbunden, lässt sich sozusagen "fallen", um seine Ferien zu genießen, ähnlich wie wir als Menschen es auch tun, wenn wir Urlaub vom "Ich" machen.

 Im Umkehrschluss bedeutet dies für den Halter, wenn der Hundehalter den Hund im häuslichen Bereich mehr entlasten würde, der Hund mehr Hund sein dürfte und er weniger Aufpassertätigkeiten ausführen müsste, wäre er auch dort in der Lage, sich zu entspannen  und das zu sein, was er ist: ein einfacher, glücklicher Hund!

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Christoph ist GassiKönig-Mitarbeiter und berichtet über den GassiKönig-Alltag

2 Kommentare

Antwort Herbert Zimmermann 29. August 2019

Ich stimme dem exakt zu. Diese Erfahrung habe ich auch jahrelang gemacht.

Antwort Franz Xaver 09. März 2019

Interessante Einzelheiten.

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